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Allerheiligen

 

„Für alle Heiligen in der Herrlichkeit, die dich bezeugen in der Erdenzeit, sei dir, o Jesus, Lob in Ewigkeit, Halleluja, Halleluja", so sangen die Christen zum Hochfest Allerheiligen in der Pelagius Basilika zum Eingang.

Das Gedenken der Toten steht in diesen Tagen im Mittelpunkt. Die Gräber werden gerichtet, Blumen, Gestecke und Kerzen auf den Friedhof gebracht.

Allerheiligen - das Fest unserer Toten?  So kann man das eigentlich nicht sagen. Allerheiligen ist zuerst ein Fest - so wie es der Name sagt, „aller Heiligen."

 

Die Heiligen sind nicht nur die heilig gesprochenen Personen durch den Papst, denn „Heiligkeit" ist etwas was wir als Christen erstreben sollten, einfach ganz konkret im Alltagsleben.

 

Finden wir solche Heiligen auf unseren Friedhöfen? Eine Antwort gibt uns das Evangelium an Allerheiligen. Die darin enthaltenen Seligpreisungen  könnten eine Antwort geben. Es sind Ratschläge für den Alltag. Einander zu trösten - das macht selig. Keine Gewalt anwenden, gerecht zu sein und zu handeln; Frieden zu stiften.

Allerheiligen, ein Fest für alle, die ihr Menschsein ernst nehmen, die auch Gott Raum gelassen haben und die anderen geholfen haben. Solche Heiligen finden wir hoffentlich viele, nicht nur auf den Friedhöfen sondern auch mitten unter uns, betonte Pfarrer Thomas Böbel.

 

Das Hochamt an Allerheiligen in der Pelagius Basilika gestaltete der Kirchenchor mit der „Messe in G" von Giovanni Battista Casali (1715-1792)  und mehrstimmigen Chorsätzen „Selig seid ihr", „Halleluja 2002" von Gerd-Peter Münden, „Vater unser" von  N. Rimski-Korsakov und „Meine Augen finden deine Himmel nicht".

Zum Auszug spielte Klaus Bauer an der Orgel die „Introduction et Allegro" von Alexandre Guilmant.

Im Anschluss gingen die Kirchenbesucher zusammen mit Pfarrer Thomas Böbel auf den Altstädter Friedhof wo die geschmückten Gräber gesegnet wurden.

Beim Hochamt hatte Dorothee Flaig die Orgelbegleitung übernommen und Klaus Bauer war für das kirchenmusikalische  Programm verantwortlich.

                                                                        Helmut Spreter

 

Bildbeschreibung: Foto: Lothar Schick

Pfarrer Thomas Böbel bei der Gräbersegnung auf dem Altstädter Friedhof. Vor der Friedhofskapelle.