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Kirchenchor gut vorbereitet. Turm und Glocken machen auf das Pelagiusfest am 3.9. aufmerksam

 

Turm:
Schon dieser spätgotische Eckturm bei der Pelagius Basilika wurde von der Stadt Rottweil nach der Zerstörung der beiden Osttürme nach einer Fehde zwischen Hans von Rechberg und der Stadt Rottweil 1454 in den folgenden Jahrzehnten wieder aufgebaut. Der Turm und die Glocken erinnern auch heute wieder an das kommende Patrozinium und an das Pelagiusfest.
Reinhold Ulmschneider, ein Sohn des ehemaligen Mesner Eugen Ulm-schneider, äußerte Zweifel an der derzeit genannten Höhe des Turmes, nämlich 43 m. So wurde der Turm unlängst von dem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur Klaus Obergfell neu vermessen. Die durchgeführ-ten Messungen ergaben folgendes Ergebnis:
Turmspitz: 45,45 m
Unterhalb der Kugel: 48,64 m
Höhe Spitze Kreuz: 52,79 m.
Bisher wurde die Höhe des Turmes mit 43 m angegeben ((Kirchenführer 2008). In einer erschienen Schrift von Eugen Ritter (1938) mit dem Titel „Rottweil`s Gotteshäuser" ist in einem Beitrag über die Pelagius Kirche die Höhe des Turmes mit 46 m angegeben.

Glocken:
Seit der Glockenweihe am 25. Februar 1962 erklingt vom Turm von St. Pelagius ein sechsstimmiges Geläut. Es umfasst vier im Jahr 1961 von der Gießerei Bachert, Heilbronn, neu gegossene Glocken und zwei Glocken, die aus dem alten dreistimmigen Geläute aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen und dem neuen Gesamtklang angepasst wurden. Zwischenzeitlich ist die Glocke, welche 1625 von Rudolf Reablin, Villingen, gegossen wurde, ebenfalls auf dem Turm. Sie kann aber nicht mit den anderen Glocken wegen des eigenwilligen Klangs geläutet werden. Sie läutet nur als Tauf- und Scheidungsglocke.

Patrozinium - Pelagiusfest:
Seit Wochen haben sich die Mitglieder des Kirchengemeinderats und des Festausschusses auf dieses Fest vorbereitet.
Das Hochamt zum Pelagiusfest am 03. September, um 10.30 Uhr wird von Pfarrer Thomas Böbel und Diakon Oliver Pfaff aus Schömberg zelebriert.
Gleich zum Einzug ist die „Sonata/Symphonia C-Dur (Nr.1)" für 2 Trompeten, Pauken, Streicher und Basso continuo, (Anonymus) um 1730 zu hören. Danach schließt sich die Liedkantate „Erhöre St. Pelagius" von Matthias Krüger an.

Der Chor bringt die „Missa Laetatus sum" für Soli, 4stimmigen gemisch-ten Chor, Orchester und Orgel von Johann Valentin Rathgeber zur Auf-führung. Als Solisten wirken mit: Lisa Gaiselmann, Sopran, Dr. Kira Bögelspacher, Alt, Dr. Andreas Linsenmann, Tenor, Jochen Hermann, Bass, Am Orgelpositiv spielt Monika Siegel und Irene Cazzanelli begleitet an der Reiser-Orgel.
Nach der Lesung singt der Chor aus dem Genfer Psalter 1551 „Selig sind, deren Weg ohn` Tadel ist, wer Gott fürchtet."
Zur Danksagung erklingt das Responsorium von Max Reger „Dein, o Herr, ist die Kraft."
Irene Cazzanelli spielt zum Auszug aus der Sonate IV in B-Dur op. 65 von Felix Mendelssohn-Bartholdy

 

Die Kirchenbesucher und alle Freunde und Gäste der Kirchengemeinde sind danach in die Turn- und Festhalle bei der Römerschule herzlich eingeladen. Der Festausschuss hat für ein unterhaltsames Programm gesorgt. Mittagessen, Speckraten, Kaffee und Kuchen, Unterhaltung durch den Musikverein „Frohsinn" unter der Leitung von Axel Zimmermann und eine Spielstraße der PJA.

Das Patrozinium endet am Abend um 18.00 Uhr mit einer Vesper und sakramentalem Segen in der Pelagius Basilika.
Der gesamte Erlös dient der Gemeindearbeit.
                                                                              Helmut Spreter


Bildbeschreibung: Foto: Lothar Schick

Pelagiusturm in Rottweil-Altstadt beim Aufzug der Pelagiusglocke