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Tolles Programm bei der Kirchenchorfasnet

 

 

Die Altstadt Schänke war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Chorleiter Klaus Bauer die Chörler, die Narrenzunftdamen und die Mitglieder des Kirchenchorblasorchesters willkommen hieß. Der Abend stand unter dem Motto: „Wer will fleißige Handwerker sehn". So konnte man an diesem Abend nahezu alle Handwerker antreffen. Das Blasorchester des Chores, mittlerweile verstärkt durch die Jungmusiker des „Frohsinn" Altstadt sorgte für die  närrische Stimmung und kein Narrenmarsch aus dem Viererbund durfte fehlen. Einen interessanten Programmpunkt boten die Frauen des Frauenbundes. Mit einer gespielten Gesichtsmimik gab es sehr viel zu lachen. Lothar Schick und Klaus Bauer unterhielten mit dem Walzerlied „Mein schönes Rottweil" das sie selber getextet und komponiert hatten. Die Jungmusiker schleppten ihre Werkzeugkoffer, die sie schon beim Kabisball im Einsatz hatten, mit einem rhytmischen Lärm in die Schänke.

Zwei Schneiderinnen, Annette Efinger und Iris Pfeiffer sangen nach der Melodie: "Zu Regensburg auf der Kirchturmsspitz, da kamen die Schneider z'samm" und berichteten dabei über Narrenstückle aus dem Chor und der Altstadt. Auch die „Spittelmugg" kam noch in der Schänke vorbei und überraschte die Chörler mit allerlei Neuigkeiten.

„Jetzt grüaß Gott ihr liabe Leut, wia schee dass es dia Fasnet geit. In deam Johr isch se jo grausig bald, do kam er nix macha, so isch es  halt.". Weiter sagte die Spittelmugg: „I bi guat versorget, es isch älles okeeee, im neua Spittl isches au schee. As Essa isch guat und älle sind nett, manche Spittlmugga honds no nia so schee kett."

„Was i im letschta September hau gseha, des hots in da Altstadt schoo lang nimme gea. Natürlich war i beim Pelagiusfäscht dabei, do hau i dia Schuha eigloffe, des bloß nebabei. Seller Tag wur i it so schnell vergessa, am Obed  hau i an Fuaß voller Blotera bsessa." Am Schluss kam die Spittelmugg auch noch auf die Flüchtlinge zu sprechen, und meinte: „vielleicht dond dia heutiga Flüchtlingskinder uns älle amol beerba. Aber dann duats sowieso bloß no Europäer gäbe, und älle Leut hond dann a wunderbars Läba. Vielleicht miaßt mer halt ällena no iser Fasnet erklära und dass unser Motto könnt da Frieda gewähra. Jedem zur Freude und niemand zum Leid, des miaßt dann gelta - Europaweit.!"

Es war schon lange nach Mitternacht, als die letzen Chörler frohgelaunt  nach Hause gingen.

Helmut Spreter

 

 

Bildbeschreibung:  Foto: Lothar Schick

01    „Spittelmugg" - Rita Rimpp bei ihrem Besuch in der „Schänke"

02    Die Chörler beim Vortrag der Narrenstückle.