Startseite  |  Sitemap  |  Impressum

Fronleichnam -Hochfest des Leibes und Blutes Christi

 

Die Pelagiuskirche war nach der Möglichkeit  des Platzangebotes auf Grund der Coronabestimmungen sehr gut besucht, als Pfarrer Thomas Böbel die Gläubigen zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi begrüßte. Feierlich zelebrierte Pfarrer Böbel im Anschluss das Hochamt.

„Ist uns der Glaube  und die Feier der Eucharistie überdrüssig und zu langweilig  geworden?" Diese Frage stellte Pfarrer Böbel zu Beginn seiner Predigt an die Gläubigen. Viele Katholiken scheinen dieser Nahrung der Eucharistie überdrüssig zu sein. Es ist so langweilig, immer das Gleiche, zu wenig Action, hört man sie sagen. Die Actio in der heiligen Messe bedeutet nicht „Action", dass wir etwas machen. Actio bedeutet, dass Gott handelt und wandelt, auf unscheinbare, fast verborgene Weise. Das gilt es wiederzuentdecken. Wie kommen wir vom Überdruss zu erneuertem Genuss, so seine Frage. Jeder von uns muss seinen Weg gehen, die heilige Messe wiederzuentdecken: die heiligen Riten, die Worte Gottes, die Anbetung, die Stille. Die Erneuerung beginnt beim Einzelnen. Er zitierte dabei den früheren Erzbischof von Westminster, Basil Hume: „Eucharistie zu feiern verlangt Ehrfurcht und andächtiges Dabeisein. Durch gezielte Bemühungen, die Messfeier stimmungsvoll zu gestalten, durch ausgefallene Formen und Elemente wird dies nicht erreicht. Der Weg ist ein tieferes Eindringen in die Bedeutung der heiligen Messe. Wir müssen neu den Sinn für das Geheimnis wecken, und mir scheint, dass gerade jüngere Menschen dafür offen sind. Viele gehen in die Kirche, weil sie eine Sehnsucht nach Gott haben, sie möchten nach dem Gottesdienst das Gefühl haben, von Gott berührt worden zu sein. Die Begegnung mit ihm ist entscheidend. Dazu bedarf es keiner aufsehenerregenden äußeren Veränderungen. Die Ehrfurcht vor der Eucharistie und den Sinn für das Geheimnis zu stärken scheinen mir dringliche Aufgaben für die Kirche heute zu sein."

Pfarrer Böbel fragte zum Schluss seiner Predigt: Wie kommen wir vom Überdruss zum Genuss? Sicher nicht, indem wir an der äußeren Gestalt, sozusagen an der Brotsgestalt, herumoperieren. Die äußere Gestalt ist vergänglich. Nur wenn wir entdecken, was in der äußeren Brotsgestalt enthalten ist, werden wir die Eucharistie „genießen" können. Nur wenn wir Christus in der äußeren Gestalt des vergänglichen Brots entdecken, sehen, erleben und genießen wir das, was ewig und herrlich ist. Dazu braucht es Stille, Ruhe, ein innerliches Sehen und Empfinden.

Ein Vokalensemble des Kirchenchores unter der Leitung von Axel Zimmermann und Klaus Bauer an der Orgel umrahmte dieses feierliche Hochamt an Fronleichnam.

                                                             Lothar Schick

 

Foto:                           Lothar Schick

 

           

Beschreibung:           Pfarrer Thomas Böbel beim Hochamt in St.

                                  Pelagius