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Seelsorge auch in Zeiten der Corona-Pandemie

 

Liebe Mitchristen!

 

In diesen Tagen stehen wir regelrecht unter Schock angesichts dessen, wie ein Virus das Leben in unserer so gesicherten und geschäftigen Welt lahmlegen kann. Viele müssen ihr berufliches, familiäres und soziales Leben neu ordnen und anders organisieren. Dabei beschleicht viele von uns auch eine gewisse Panik, zumindest aber Unruhe. Auch in der Kirche ist aufgrund des Versammlungsverbots nahezu alles zum Erliegen gekommen. Dennoch wollen wir gerade im Glauben Zuflucht und Trost finden. Deshalb bleiben auch unsere Kirchen, solange das möglich ist, für das private Gebet offen. In den Kirchen legen wir Anregungen für das persönliche und familiäre Gebet aus, die Sie gerne mitnehmen können. Hier finden Sie Gebete im Anschluss an mein Schreiben.

 

Nach wie vor läuten unsere Kirchenglocken zum Engel-des-Herrn am Morgen, am Mittag und am Abend. Es wäre schön, wenn wir uns auf diese Weise geistlich vereinen könnten, indem wir den Engel-des-Herrn und ein Fürbittgebet zu diesen Tageszeiten beten. Vielleicht gelingt es auch in der Familie, dieses Gebet am Abend miteinander zu sprechen. Ich für meinen Teil möchte, soweit es mir möglich ist, dieses Gebet am Mittag und am Abend in der St.-Pelagius-Kirche beten.

 

Auch der Sonntag kann weiterhin als Tag des Herrn begangen werden. Wenn wir auch nicht wie üblich die heilige Messe öffentlich miteinander feiern können, so können wir doch dem Sonntag ein eigenes Gesicht geben. Die Lesungen des Sonntags im Schott-Messbuch (Internet: Erzabtei Beuron - Schott) können gemeinsam oder allein gelesen und betrachtet werden. Auf geistliche Weise können wir uns mit Christus vereinen und mit denen, die im kleinen Kreis die Messe feiern können. Vielleicht nehmen wir uns auch die Zeit, eines der Eucharistischen Hochgebete zu lesen und zu betrachten, um in uns die Sehnsucht nach der Messe lebendig zu halten.

 

Nicht zuletzt möchte ich alle, die den Rosenkranz beten können, bitten, dieses wunderbare Gebet mit der Bitte für unsere Kranken, für alle, die sich um die Kranken kümmern, für die Forscher in der Wissenschaft und die Verantwortlichen in der Politik und Wirtschaft zu beten. Vielleicht gelingt es auch dem einen oder anderen, Versuche mit dem Rosenkranz zu wagen, der uns mit der Hilfe Mariens Jesus nahebringt, bei dem wir Trost und Frieden finden können.

 

Wem alles zu viel wird und ein Wort des Trostes oder des Segens wünscht, der kann sich auch gerne per Telefon oder Email an uns Seelsorger und Seelsorgerinnen wenden. 

 

Auch wenn in den nächsten Wochen auf diesen Seiten keine Gottesdienstzeiten und Veranstaltungen Ihrer Kirchengemeinden zu finden sind, so wollen wir doch auf die eine oder andere Weise mit Ihnen in Verbindung bleiben, Anregungen geben und Hilfe anbieten.

 

Gott segne und behüte Sie!


            Ihr Pfarrer Thomas Böbel mit Pfarrvikar Dr. Paul Odoeme,

            PRin Mirjam Benz und GRin Karin Baumann

 

Beten wir für alle Menschen, die erkrankt sind,

für alle, die Angst haben vor einer Infektion,

für alle, die sich nicht frei bewegen können,

für Ärzte und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,

für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,

dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

(Stilles Gebet)

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,

viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,

als Helfer in allen Nöten.

Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,

und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

(Nach einem Gebet von Martin Conrad, Liturgisches Institut Schweiz)

 

Hinweise zum Mitbeten im Internet:

Die Gemeinschaft von Taizé in Frankreich lädt ein zum täglichen Abendgebet um 20.30 Uhr: www.taize.fr/de

Die Sonntagsmesse aus unserem Dom St. Martin wird um 9.30 Uhr übertragen: www.drs.de